Aktuelles – tcACCESS Version 6.0 ab sofort verfügbar
Die Version 6.0 der Mainframe-Integrationslösung tcACCESS ist seit Ende März 2003 für Kunden verfügbar. Hier finden Sie einen Überblick über einige interessante Erweiterungen, die diese neue tcACCESS Version enthält:
Vorkompilierte SQL-Statements
In Abhängigkeit der Aufgabenstellung kann es vorteilhaft, mit vorkompilierten SQL-Statements zu arbeiten. Je nach Komplexität eines SQL-Statements entfällt somit die aufwendige Kompilierung sowie Aufbereitung der Struktur- und Index-Informationen und erfolgt nur einmal. Es kann dann zur Ausführungszeit schnell und beliebig oft wiederverwendet werden. Unsere Performancetests haben ergeben, dass sich die Verarbeitungszeit erheblich reduziert, insbesondere bei Verarbeitungen, welche einen großen Anteil Kompilationszeit im Verhältnis zur Ausführungszeit haben.
ODBC Datenquelle als SQL-Engine Tabelle
Mit der Version 6.0 wird eine erweiterte Schnittstelle zur Verfügung gestellt, die einen direkten Zugriff über ODBC auf PC- bzw. UNIX-Server Datenquellen erlaubt. Durch diese Schnittstelle ist es Mainframe-Programmen (Online oder Batch) möglich, Daten von auf PC liegenden Systemen, so z.B. SQL-Server oder Oracle, zu verarbeiten und diese Daten über SQL-Syntax mit Mainframedaten zu JOINen (z.B. IMS, DL/I, ADABAS, VSAM etc.). Durch diese Funktionalität wird der bidirektionale Datenaustausch in komplexen, heterogenen Datenumgebungen erheblich erleichtert.
Dynamischer Library-Zugriff unter VSE
Der dynamische Library-Zugriff unter VSE bietet die Möglichkeit, Member aus Libraries zu verarbeiten Es werden im „VSE-Library“-Teilbaum des Hostfile Dialogteils nach dem Öffnen automatisch alle Libraries angezeigt, die einen LIBDEF-Eintrag im CICS-Startup Job (JCL) besitzen.
Es können ebenfalls VSE-Libraries genutzt werden, die keinen LIBDEF-Eintrag im CICS-Startup Job (JCL) besitzen. Der Zugriff auf diese Libraries erfolgt über den Dateinamen oder Catalog-Einträgen.
SSL als Verbindungsart für TN3270 und TCP/IP
Die beiden auf TCP/IP basierenden Verbindungsarten unterstützen die Nutzung einer sicheren Verbindung durch SSL-Verschlüsselung.
Request-Monitor
tcACCESS Version 6.0 beinhaltet einen Request-Monitor. Dieser ist ein Snap-In Programm für die Microsoft Management Console (MMC). Der Request Monitor dient der Überwachung der tcACCESS Kommunikationen und der Datentransfer-Operationen. Die im Monitor gezeigten Einträge repräsentieren alle Hosttasks, d.h. alle Abfragen der tcACCESS Benutzer. Zusätzlich können über die Management Konsole auch lang laufende Abfragen abgebrochen werden.
Die neue Unterstützung des Request-Monitoring trägt ebenfalls dafür Sorge, dass laufende Abfragen Rücksicht auf den eingestellten Host-Timeout des Clients haben. Dadurch wird eine Abfrage nach Ablauf des Host-Timeouts am Client auch hostseitig beendet und die Kommunikation ist wieder frei.
Unterstützung von LE/370 im VTAM Trägersystem
Durch die Unterstützung von LE/370 im VTAM Trägersystem ist es mit der Version 6.0 von tcACCESS möglich, Stored Procedures sowie Record-Exit-Programme in einer durch das Language Environment unterstützten Programmiersprache zu schreiben und diese aus dem VTAM Trägersystem aufzurufen.
Abfrageeinschränkung auf Schlüsselfelder
Die Option „KEYCHK“ kontrolliert die Keycheck-Funktion. Wird der Parameter in der Host Generierung auf 'Y' gesetzt, prüft die SQL-Engine, ob in SELECT, UPDATE oder DELETE-Statements WHERE-Klauseln vorhanden sind. Werden durch diese WHERE-Klauseln ausschließlich Felder verwendet, die keine Schlüsselfelder sind, wird das Statement abgewiesen. SQL-Statements ohne WHERE-Klausel werden nicht beanstandet. Ohne diese Anweisung gilt die Angabe, die beim Generierungsparameter KEYCHK definiert wurde.
Recovery-Modus für Download und SQL-Abfrage
Ein spezieller Modus erlaubt das Wiederaufsetzen auf abgebrochenen Downloads bzw. SQL-Abfragen. Somit können aufwendige Abfragen, die z.B. durch Netzwerkprobleme nicht vollständig gelaufen sind, zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgerufen werden, ohne die bereits gesendeten Daten erneut zu übertragen.
Assistenten
(1) Assistent für die dynamische Anpassung von Generierungsparametern
Der Assistent für die dynamische Anpassung von Generierungsparametern dient zur Pflege der Datei mit den dynamischen Generierungsparametern. Dabei werden die zu ändernden Parameter eingelesen und mit einer Erläuterung angezeigt. Ein zu ändernder Wert kann anschließend interaktiv verändert werden und wird auf der virtuellen Platte abgelegt.
Beim ersten Aufruf von tcACCESS wird im Hauptverzeichnis der beim Generierungsparameter ’VDISK’ angegebenen Virtuellen Platte nach dieser Datei gesucht. Die darin gespeicherten Änderungen zu den generierten Parameter werden dann im laufenden System eingepflegt. Änderungen der Parameter können auch im laufenden System "on the fly" aktiviert werden.
(2) APPC Einrichtungsassistent
Der APPC Einrichtungsassistent dient zur Erleichterung der Einrichtung einer APPC Verbindung von einer Batch-Region zu einem Online System. Der Assistent fragt die verschiedenen Parameter ab und bietet dann eine schrittweise, leicht verständliche Einrichtungshilfe für die Definitionen im VTAM, in Onlinesystem und im tcACCESS Generierungsjob.
Erweiterung der tcACCESS Java Komponenten
Mit den tcACCESS 6.0 JAVA Komponenten werden die JDBC Standards der Version 2.0 bzw. 3.0 eingeführt.
Die JAVA Komponenten unterstützen eine sichere Verbindung über SSL-Verschlüsselung. Zur Nutzung dieser Verbindungsfunktionalität ist ein JAVA JDK ab der Version 1.4 erforderlich.
Der JAVA Listener kann nun mit einer Einstellungsdatei im Format einer *.INI gestartet werden. In dieser INI-Datei werden alle Umgebungsparameter für den Listenerprozeß eingestellt. Somit besteht die Möglichkeit zum Starten von verschiedenen Listenern auf der gleichen Maschine.
Unterstützung des Datenformats „XML“
Als Ziel für den Datentransfer vom Mainframe kann mit der Version 6.0 von tcACCESS der Datentyp „XML-Datei“ geschrieben werden. Im Zusammenhang mit dem Schreiben von XML-Daten werden XML-Schema Dateien erzeugt. XML-Daten können zur Weiterverarbeitung in XML-fähigen Datenbanken oder in XML-verarbeitenden Programmen genutzt werden.
ODBC Treiber für UNIX-Systeme
Mittels des tcACCESS ODBC Treibers ist es möglich, mit den gängigen ODBC Managern (iODBC bzw. unixODBC) unter UNIX die tcACCESS Hostkomponenten zu nutzen. Dabei ist keine Installation der grafischen Komponenten des ODBC Managers notwendig.
Dies ist nur ein kurzer Überblick, der keinesfalls vollständig alle Erweiterungen und Verbesserungen, die in der tcACCESS Version 6.0 enthalten sind, darstellt.


